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London Underground

Neasden ist die Bezeichnung der U-Bahnstation der hier oberirdisch fahrenden Jubilee Line zwischen Wembley Park und Dollis Hill im gleichnamigen Stadtteil des Bezirks Brent. Sie verfügt über 4 Bahnsteige, was für eine so kleine Station ungewöhnlich ist. Die Bahnsteige 1 und 4 werden von der Metropolitan Line genutzt, doch halten deren Züge nur bei Bedarf - z.B. am großen Diwali-Fest der indischen Gemeinde. Ansonsten fahren sie durch. Eine weitere Besonderheit für eine oberirdische Station ist, dass die Bahnsteigkanten und der Einstieg der Züge auf einem Level liegen. Das Stationsgebäude befindet sich an der Neasden Lane. Es ist noch das Originalgebäude von 1880.

Ab 1870 wandelte sich das in London für die Zucht von Arbeits- und Zugpferden bekannte ländliche Neasden zu einer Siedlung aus Werkswohnungen für die Arbeiter (viele Iren) des großen Eisenbahn-Depots der Great Central Railway. Das Neasden Depot ist immer noch das größte für die Metropolitan Line. Auch die Jubilee Line nutzt es für ihre Züge. Außerdem sorgt es für die meisten Arbeitsplätze vor Ort. Das Great Central Dorf, auch „Neasden Village“ genannt, blieb immer eine Enklave mit eigener Schule, einem eigenen Laden. Schmucklose, zweistöckige Reihenhäuser ohne Vorgärten flankieren die schnurgeraden Strassen wie Gresham Road, Woodheyes Road, Aylesbury Street bis heute. Gleich dahinter beginnt der „Welsh Harp“-Stausee. Seit den 1970er Jahren erlebt Neasden, wie etliche Stadtteile in Brent, den Segen und den Fluch Wohnort ganzer Einwanderergruppen aus den ehemaligen Kronkolonien zu sein. Der diesen Gebieten anhaftende schlechte Ruf wegen Schießereien und Straßenkriminalität tangiert Touristen aber nicht wirklich.

In Wembley wohlhabend gewordene Geschäftsleute (vorrangig Inder und Sri-Lanka Tamilen) verlegten ihren Schwerpunkt nach Neasden. Dieser großen Gujarati-Gemeinschaft verdankt Neasden sein Überleben als Stadtteil durch deren merkantiles Geschick, das sich nicht nur in den vielen authentischen Geschäften und Restaurants, sondern vor allem in dem leuchtend weißen, vieltürmigen, prunkvollen, imposanten Shri Swaminarayan Mandir (1995 erbaut), bekannt als „Neasden Temple“, an der Brentfield Road, spiegelt. Er ist zu einer echten Londoner Sehenswürdigkeit geworden und das nicht nur zu den großen Festen der Hindus (Diwali, Holi), zu denen mehrere Tausend Besucher anreisen. Der etwas abseits der City liegende Standort sollte kein Besuchs-Hindernisgrund sein. Die Fahrt lohnt sich jederzeit.

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Underground images courtesy of Transport for London (TfL)