The Banqueting House
The Banqueting House
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Das Banquetting House in Westminster ist Zeuge einer vergangenen royalen Epoche Großbritanniens. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde es erstmals nach italienischem Vorbild als ein Gebäude des Whitehall Palastes erbaut. Das Banquette House in seiner heutigen Form ist der dritte Bau an dieser Stelle und gilt gleichzeitig als das klassizistische Gebäude des Landes. Der Whitehall Palast wurde bei einem Brand Ende des 17. Jahrhunderts vollständig zerstört - das Banquetting House ist das einzige erhaltene Gebäude der Anlage.
Historisch bedeutsam ist das Banquette House als Ort, vor dem Mitte des 17. Jahrhunderts König Karl I. hingerichtet wurde. Nachdem er entmachtet und das Land Republik ausgerufen worden war, wurde der König des Hochverrats angeklagt und später mit dem Tode bestraft. Bereits zu seiner Zeit galt das Banquetting House als architektonisch bedeutsam, weil es die Phase des Palladianismus in der englischen Architektur einläutete. Inigo Jones, der das Banquette House entwarf, gilt bis heute als einer der bedeutendsten Architekten der Epoche. Palladianismus ist ein klassischer und vergleichsweise klarer Baustil, der sich an italienische Architektur des 16. Jahrhundert aus dem Venedischen Raum orientiert. Die klaren Formen dieses Baustils machten es auch unerfahrenen Architekten möglich, Gebäude zu entwerfen - bis heute prägt dieser Baustil die Architekturgeschichte in protestantischen Regionen Nord- und Westeuropas. Im frühen 19. Jahrhundert erlebte der Palladianismus eine Blüte in den jungen Vereinigten Staaten von Amerika. Das Banquette House gilt als Meilenstein der englischen Architektur als ein Highlight für geschichtlich und kulturell interessierte Besucher. Die Deckengemälde des Hauses von 1636 gelten bis heute als außergewöhnlich. Heute kann es als einzig erhaltendes Deckengemälde von Peter Paul Rubens betrachtet werden, das an seinem Ursprungsort geblieben ist. Es gilbt als eines der berühmtesten Gemälde der Epoche. Seine drei Hauptteile stellen drei bedeutende Etappen der englischen Geschichte dar: die Vereinigung der britischen Kronen, die Vergöttlichung von James I. und die Regentschaft James I., die eine Phase großen Friedens für das Land bedeutete.
Das prägende Merkmal des Banquette House ist aber bis heute der immense Bankettsaal, ein doppelt kubischer Raum, der sich über den ersten wie zweiten Stock des Gebäudes erstreckt und auf eine Zwischendecke ganz verzichtet. Die Galerie wird mit klaren ioischen und prächtigen korinthischen Säulen geschmückt und gestützt. Heute ist das Banquette House in Westminster nicht nur ein Anzugspunkt für interessierte Besucher aus aller Welt. Das historisch wie architektonisch bedeutsame Gebäude wird auch für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte genutzt und darüber hinaus als Lokalität für Hochzeiten angeboten.
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